Thailand wird strenger und fremdenfeindlicher

Thailand, das Land des Lächelns: Diskussionen über Barmädchen sind hier tabu. Dafür interessieren Reiseinfos zu Nordthailand und den Stränden im Süden.

Thailand wird strenger und fremdenfeindlicher

Beitragvon Peter-Pan » Donnerstag 23. September 2004, 05:03

In letzter Zeit wurden einige "Dauertouristen" die mehr als 3 mal direkt hintereinander mit 30days permits oder tourist visas nach Thailand einreisten, daraufhingewiesen, dass sie nach diesem mal für weitere 6 Monate nicht mehr einreisen dürfen. Dafür gibt es grundsätzlich eine gesetzliche Grundlage, die jedoch nie wirklich durchgesetzt wurde. Darüberhinaus geht das Gerücht, dass Touristen bald bei der Einreise 10000 Baht in Bar vorweisen müssen. Auch hier gibt es ein Gesetz aus dem Jahr 2000, das ebenfalls kaum Anwendung fand. So bleibt also abzuwarten, ob Thailand eine weitere Attacke auf die unbeliebten Rucksacktouristen unternimmt, oder ob es sich lediglich um verbale Attacken handelt. Aber bei der Rasisstenregierung Thaksin ist alles möglich.
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Beitragvon Kaffirahm » Samstag 25. September 2004, 18:36

Peter Pan

Es ist wirklich unglaublich mit welcher Selbstherrlichkeit diese Regierung dinge erfindet um immer wieder frische Steine dem Langzeitaufenthalter zwischen die Beine zu werfen.

Malaysia erlaubt zum beispiel 92 Tage ohne Visum. Zudem duerfen Rentner oder Fruehpensionierte zwei Grundbesitze oder Appartments besitzen. Ausserdem der Erwerb fuer ein Autos steuerfrei. >>>> und nun die Kroenung : ohne probleme erhaelt man ein 5 Jahresvisum.

In Anbetracht, dass sich die weiteren Nachbarlaender ebenfalls Touristisch sehr entwickeln werden, ist es wirklich nur noch eine Frage der Zeit , wie lange sich Thailand solche Schikanen noch erlauben kann.


Anscheinend ist der Buchhalter in der Thaskinregierung unfaehig zu merken, dass ein immer wieder kommenter Langzeiturlauber oder rentner 20mal oder 100mal mehr Geld bringt, als ein einmalliger Beusch eines Qualitaetstouristen
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Beitragvon Pantitlan » Samstag 25. September 2004, 19:56

Geht es denn wirklich so sehr um die Langzeiturlauber? Ist es nicht vielmehr so, dass zum einen Angst vor Ueberfremdung herrscht zum anderen aber auch ein Schutz des Arbeitsmarktes angestrebt wird?

Es ist ja bekannt, dass Thailand seit langem eine sehr restriktive Politik bezüglich Arbeitsvisa betreibt. Da auch Langzeittouristen sich irgendwie finanzieren müssen, ist anzunehmen, dass zumindest ein Teil von diesen illegal arbeitet. Wohl als Sprachlehrer oder im Tourismussektor. Die würden dann ja die Arbeitsplätze von ThailänderInnen wegnehmen. Ein solcher Gedankengang kann ich mir schon vorstellen.

Man müsste hier also mal nachrechnen, ob der Schaden durch potentielle illegale Arbeit oder durch den schwinden Tourismus geringer ist.

Wie sehr sich das alles auf die Tourismuszahlen wirklich auswirkt, wird sich zeigen. Aber man darf dabei auch nicht vergessen: Thailand ist wirklich schön und hat auch mit einer restriktiven Politik einiges zu bieten.


PS: wollte mal versuchen, ob grössere Schrift schöner aussieht. :)

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Beitragvon Asienfan » Sonntag 26. September 2004, 00:23

Müsst einfach bedenken, das sich der Thailändische Tourismusmarkt, immer mehr auf Besucher aus anderen asiatischen Ländern umstellt. Allen voran auf die chinesischen Touristen, dieses Segment ist schon seit Jahren stetig am wachsen, und dies sind keine Backpacker. Die Zahlen für europäische und amerikanische Touristen sind daher rüchkläufig.
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Beitragvon Pantitlan » Sonntag 26. September 2004, 00:51

Hi Asienfan! Schön Dich auch wieder an Bord zu haben!

Allen voran auf die chinesischen Touristen, dieses Segment ist schon seit Jahren stetig am wachsen, und dies sind keine Backpacker.


Ich würde mal sagen, dass sind noch keine Backpacker. Meiner Meinung nach ist das aber nur eine Frage der Zeit, bis auch in China junge Leute mit weniger hohem Budget anfangen durch ganz Asien zu touren. In China selbst gibt es mittlerweise schon ein beträchtliches Mass an chinesischen Backpackern - mir sind vor allem im günstigeren Westchina viele begegnet.

Daher, was Du sagst mag zwar stimmen, aber es erklärt doch noch nicht die eingangs gestellte Frage.

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Beitragvon Kaffirahm » Sonntag 26. September 2004, 05:45

Panti

Der Arbeitsmarkt ist anderweilig schon genuegend geschuetzt mit einer riesen Liste an Berufen/Arbeiten die fuer Auslaender verboten sind. Deshalb sticht dein Argument ueberhaupt nicht.
Dass hier einer Illegal an einer Schule als Sprachlehrer angestellt wird kannst dir auch gleich abschminken.

Die einzigen, welche hier vielleicht illegal beschaeftigt werden sind billigst Arbeiter aus den umliegenden laendern ( burma und kambodscha hauptsaechlich ). Dass allerdings Touristen mit solchen machenschaften in den selben Topf geworfen werden ist schaebig.

Es liegt halt ein bisschen in der Thailaendischen Mentalitaet nicht weiter als ueber die eigene Nasenspitze zu denken. Bei den unbeliebten Rucksacktouristen handelt es sich sehr oft um Studenten, welche in ein paar Jahren wohl zur Elite der Gesellschaft gehoeren und somit das genuegente Taschengeld mitbringen wuerden um den Status Qualitaetstourist zu erhalten........aber wenn man die jetzt schon vergrault werden, die wohl kaum spaeter einmal ihren Uralub wieder in Thailand verbringen.

Solange die Leute glauben, dass sich die Welt um Thailand dreht , wird sich nicht viel zum positiven wenden......

Was ich damit meine > hier ein Zitat einer thai-lady, welche unlaengst in Deutschland verhaftet wurde wegen illegaler Prostitution:

"Die boesen Farrangs haben mich verhaftet und als auslaenderin ausgewiesen. Dabei bin ich doch keine Auslaenderin , ich bin eine Thai. Auslaender sind Farrangs"

Bitte nicht falsch verstehen ...ich liebe dieses Land ohne Ende, aber trotz aller Liebe muss man auch die weniger netten Dinge zur Kenntnis nehmen.
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Beitragvon Asienfan » Sonntag 26. September 2004, 11:30

Im Grunde genommen entwickelt sich Thailand bezüglich Fremdenfeindlichkeit ja ähnlich wie die Schweiz. Willkommen ist je länger je mehr nur noch der, der viel Geld bringt. Backpacker bringen zwar auch Geld, aber erstens bedeutend weniger, und zweitens fliesst dies viel weniger in die Taschen der grossen Touristenunternehmen. Wie Hotelketten und Touroperator.

Wenn man sich allerdings an die SARS Krise erinnert, musste so gar die Thaipresse zugeben, dass das Segment der Backpacker von allen Touristengruppen am wenigsten eingebrochen ist. Wir werden ja sehen was passiert, sollte sich der Verdacht erhärten, das die Thailändische Regierung versucht, eine mögliche Mutation des Vogelgrippevirus mit einem Menschlichen Grippevirus zuverschleiern, genau wie vor 1,5 Jahren in China bie Sars. Dann sehe ich eher schwarz für Thaskin bei den Neuwahlen im Februar.
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Beitragvon Pantitlan » Sonntag 26. September 2004, 14:50

@Kafirahm: ja, solche Geschichten gibt es. Auch eine chinesische Freundin von mir, die seit Jahren hier lebt, redet von Schweizern als Ausländern. Habe mit ihr schon oft darüber diskutiert und sie ist halt der Meinung, dass Ausländersein eine Frage der subjektiven nationalen Relation ist und nicht des geographischen Standortes. Also mit anderen Worten, dass für sie ein Schweizer in der Schweiz eben auch ein Ausländer sei, jedoch nur aus ihrer Optik. Das ist eine Defintition, die wir hier wohl nicht so sehr teilen. Wir verstehen uns ja im Ausland auch als Ausländer. Ich nehme an, das war bei der zitierten Thaifrau ähnlich.

Wegen der Schwarzarbeit: ich kenne mich nicht so aus. Aber ich dachte nicht unbedingt an Schulen, sondern vielmehr an Privatunterricht. Also eine Art der Schattenwirtschaft, die kaum überwacht werden kann. Ich kenne mich zwar nicht aus, aber ich bin überzeugt, dass es bei den Expats dort sowas gibt.

@Asienfan: ja, das sehe ich auch so. Du sprichst mir aus dem Herzen! :)

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Beitragvon Peter-Pan » Sonntag 26. September 2004, 19:32

Pantlitan, die grosse Schrift sieht nicht gut aus! :)

Moeglich, dass es illegal arbeitende Langzeittouristen gibt, aber die, welche ich kenne, tun das nicht. Bei den schlechten Löhnen lohnt sich das ja auch kaum. Ich vermute, dass es eher an der Angst vor Ueberfremdung liegt. Nicht zu letzt deswegen konnte ja die Rassistenregierung die Macht ergreiffen.
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Beitragvon Asienfan » Sonntag 26. September 2004, 20:59

Peter-Pan:

Hast du heute die Abstimmungen in der Schweiz verfolgt?
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Beitragvon Kaffirahm » Montag 27. September 2004, 04:06

Asienfan


ziemlich ein idiotischer Vergleich, welchen du da machst.

das ist aepfel mit birnen vergleichen
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Beitragvon Pantitlan » Montag 27. September 2004, 04:14

@Asienfan: meinst du wegen der Einbürgerungen? Hm, bin auf dieses Resultat auch nicht gerade stolz.

@Kafi... wir wollen uns vorläufig noch nicht Worte wie "idiotisch" an den Kopf werfen. Das führt nur zur Emotionalisierung der Diskussion und bringt nicht viel. Nennen wir es doch wertneutraler einfach "unpassender Vergleich".

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Beitragvon Kaffirahm » Montag 27. September 2004, 04:22

Panti

hassu recht ........


Idiotisch streiche und durch unpassend ersetzte .....sowie mich bei asienfan fuer die entgleisung entschuldige :oops:
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Beitragvon Asienfan » Montag 27. September 2004, 19:04

Ich finde den Vergleich sogar sehe passend. Es geht ja auch weniger um die Einbürgerungen, sondern um die Angst, vor dem Fremden, das man nicht kennt, anders aussieht und anderes spricht.
Dies ist nun mal was, das in Europa und in Asien völlig gleich funktioniert, und nichts mit den sonst immer betonten kulturellen Unterschieden zu tun hat. Da hat keiner dem andern was vorzumachen.

Die Thais empfangen alle Fremden sehr herzlich und mit offenen Armen, hoffen das sie möglichst viel Geld ausgeben, aber nach einpaar Wochen sollen Sie doch bitte wieder nach Hause. Aber möglichst bald wieder kommen. Und die guten Ratschläge sollen Sie bitte zu Hause lassen.
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Beitragvon Kaffirahm » Dienstag 28. September 2004, 02:26

Hallo Asienfan

In der Schweiz ging es um Einbuegerung und in Thailand geht es um Aufenthaltsbewilligungen. Es ist doch nicht Okay, dass ein Rentner, der eine Thailaendische Frau/Freundin hat als Eintrittspreis gleich mal 400'000 bzw. 800'000 Baht in Thailand auf einem Bankkonto deponieren muss um ein Permit Visa zu bekommen. Zudem ist seit ueber einem Jahr verboten Auslaendern in Thailand ein Bankkonto zu eroeffnen.......... ( wie der Rentner das nun mit dem Guthaben hinbekommen soll ...?????? )

Die Touris sollen so viel Geld wie moeglich liegen lassen, schreibst du ........indem man Farrangpreise macht , die an Dreistigkeit manchmal kaum mehr zu ueberbieten sind ? Wuerde es in der Schweiz ( oder sonst wo ) Prise nach Gesichtsfarbe geben, der vergleich zu dunklen Zeit aus Deutschland wuerde nicht lange auf sich warten lassen.

Ich bin hoechst erstaunt, dass Du als Asienfan, solche Ansichten hast. Denn alle, die nicht bloss mal zwei Wochen oder so Urlaub hier machen reden ein bisschen anders.
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Beitragvon Pantitlan » Dienstag 28. September 2004, 03:55

Wo gibt es denn diese extremen Touristenpreise, von denen du schreibst? Was ich mir so kaufe ist meistens mit Preisschild dran und im Seven 11 bezahlen auch Thai gleich viel.

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Beitragvon Kaffirahm » Dienstag 28. September 2004, 08:14

Panti

Seven und Big C, foodland und was es sonst noch so gibt an Einkaufsshops.......sind okay.

und nun die Beispiele, welche ich meinte:

Selbst angeschriebene Medikamente, Drogerieartikelpreise sind die jenigen, welche ein Farrang bezahlt .....zb. Ein Flasche Kontaktlinsenloesung > angeschrieben 230 Baht ( wird an Thais fuer 180 verkauft )..Also auch ein angeschriebener Preis ist keine Garantie fuer ein faires Geschaeft...........egal wo.

Besuch einer Butterflyfarm 200 Baht. 100 davon gehen als provison an den fahrer, der die Touris rankarrt. ( dabei haben die Farrangs den Fahrer schon ueberteuert angeheuert)
Solche Provisionen gibt es auch fuer Thais, welche Touris in feinen Hotels unterbringen. Die Provision bezahlt selbstverstaendlich der Touri und die ist bei manchen Hotels ganz schoen fett.

Appetit auf eine Graphfruit am Strand ? fuer Thais 10 Baht > fuer farrang 60 Baht >>> ich hoffe der graphfruitschnitz ist nicht gerade vor schreck im Hals stecken geblieben.

Es gibt auch diverse Sehenswuerdigkeiten ( u.a wird das auch beim Koenigspalast so gemacht ) wo die Touris das Doppelte bis 10fache des Thai-Eintrittes zu bezahlen haben.

ich koennte hier noch viel mehr aufzaehlen, aber ich denke dies reicht erstmal
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Beitragvon Asienfan » Dienstag 28. September 2004, 21:00

Kaffirahm:
Mit dem Srpuch:

Die Thais empfangen alle Fremden sehr herzlich und mit offenen Armen, hoffen das sie möglichst viel Geld ausgeben, aber nach einpaar Wochen sollen Sie doch bitte wieder nach Hause. Aber möglichst bald wieder kommen. Und die guten Ratschläge sollen Sie bitte zu Hause lassen.

hat mir mal ein Thai die Mentalität seiner Landslaute beschrieben, dem die überhöten Farangpreise auch peinlich waren. Ich finde es ja auch eine Frechheit, nur sind wir erstens nicht viel besser, und zweitens kannst du ja jederzeit ein anderes Land als deine Feriendestination aussuche.

Das die nun die Hürden für Langzeiturlauber erhöhen, kann ich allerdings sehr gut verstehen. Ich habe mich schon immer gewundert das die es tolerieren, das man nur kurz über die Grenze muss, um dann am gleichen Tag wieder mit einem neuen Stempel im Pass einzureisen. Und das womöglich noch wären Jahren zu wiederholen. Jedes Land hat ein Einwanderungsgesetzt, und das haben auch die farangs in Thailand zu respektieren.
Das dies die Expats anscheisst ist schon klar, aber die Thais können eben in ihrem Land machen was sie wollen, sie haben das Recht dazu. Und die Konsequenzen, wenn eines Tages der Rubbel ausbleibt haben sie auch selbst zu tragen.
Ich finde Thailand sehr faszinierend und interessant, aber die Befindlichkeit einiger Rentern, interessiert mich eigentlich eher weniger.
Asienfan
 

Beitragvon Kaffirahm » Mittwoch 29. September 2004, 03:47

Asienfan


Meiner Meinung nach geht es hier doch nicht in erster Linie um die befindlichkeit der Expats bzw. Rentnern, sondern eher um die Sorge was passiert, wenn der Bogen ueberspannd ist und der Rubel ausbleibt.

Die, welche ihre Schaefchen im trockenen haben wird dies so ziemlich egal sein........aber die uebrige Bevoelkerung wird leiden muessen, wenn geschaetzte 15 - 25% der Wirtschaft, die mit dem Toruismus zusammenhaengen, einbrechen.
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Artikel zu PeterPans Eroeffnungsposting

Beitragvon Kaffirahm » Mittwoch 29. September 2004, 04:08

Artikel zu PeterPans Eroeffnungsposting

Aus der Suedostasienzeitung Nr. 39 / 2004

Nun schlaegts 13

Verehrte Leser der Suedostasienzeitung!

Soeben ( Mittwoch, 22. September, 13:25 Uhr )haben wir aus dem Internet eine meldung entnommen, die uns im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache verschlagen hat.
Da gab die thailaendische Einwanderungsbehoerde ( Immigration Departement ) bekannt, dass es eine alte Regelung aus dem Jahr 1980 wieder aktivieren will, der gemaess nach Thailand einreisende Personen zwischen 10'000 und 40'000 Baht Bargeld mit sich fuehren muessen - alles natuerlich nur, damit die Besucher fuehlen, dass sie herzlich willkommen sind.
Gerade in unserer letzten Ausgabe erschien ein Kommentar, in dem jemand bemerkte, wie zuvorkommend die Malaysier Pensionaere behandeln ( und nebenbei bemerkt auch Touristen ).
Thailand dagegen, dass sich stets ruehmt, ein beliebtes Touristenziel zu sein, setzt anscheinend alles daran, selbst die geduldigsten Touristen zu vergraulen.
Hier lesen Sie die "neue" alte Regel in Bezug auf das Mitfuehren von Bargeld, wenn Sie aus dem Ausland ueber die thailaendische Grenze kommen:

Ab 1. Oktober 2004 sind Personen, die nach Thailand einreisen, verpflichtet, folgende Summen Geld in Bar mit sich zu fuehren:

- Personen mit einem 30 - Tage - Visum, das automatisch an der Grenze gewaehrt wird: 10'000 Bt. ( Familien 20'000 Bt. )

- Personen mit einem 60 - Tage - Touristenvisum: 20'000 Bt. ( bzw. 40'000 Bt.

- Personen mit einem 90 - Tage - Non - Immigrantvisum: 20'000 Bt. ( bzw. 40'000 Bt. )

Gemaess Paragraph 14 des Einwanderungsgesetztes treffen diese Regelungen nicht fuer Kinder unter 12 Jahren zu.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass nur Bargeld zaehlt. Kreditkarten, Sparbuecher, Bankauszuege, ATM - Quittungen oder Schecks werden nicht als Beweis fuer Bargeld angesehen. Wenn Sie alsofuenf Milionen Baht auf einer thailaendischen bank haben, haben Sie offensichtlich nicht das recht, Fuss auf thailaendischen Boden zu setzen. Nur 20'000 Baht in bar sind ihr Passierschein.
Die "neue" Regelung ist vor kurzem an mehreren Grenzuebergaengen in Nordthailand ausgehaengt worden.
Die urspruengliche Verordnung war am 9. Juni 1980, also mehr oder weniger zu Methusalem's Zeiten erlassen worden, und zwar vom damaligen Innenminister Banyat Bantadtan, dem heutigen Vorsitenden der Demokratischen Partei.
Wieder ein Fall von Amazing Thailand!
Jeder weitere Kommentar duerfte sich wohl eruebrigen............
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Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 29. September 2004, 05:15

Hast Du Copy-Paste gemacht und haben die Autoren dieser Zeitung tatsächlich so eine jämmerliche Orthographie, oder sind das einfach Tippfehler deinerseits? Letzteres wäre ja nicht tragisch. Jedenfalls macht das keinen so seriösen Eindruck, aber ich bei bei diesem Onlinemagazin eh ein bisschen skeptisch. Sieht so aus, als hätte Peter-Pan seine Infos aus dieser Zeitung. Gibt es noch irgendwelche andere Quellen, welche den Artikel verifizieren? Wir sollten uns ja auch klar sein, dass wir keiner Ente aufsitzen. (übrigens, wusstet ihr, dass im Wort Zeitungsente das "-ente" eigentlich von "n/t" kommt, der Abkürzung für "non testatur", also "nicht überprüft worden".

Ja, defintiv ist Malaysia ausländerfreundlicher als Thailand. Ich würde auch lieber in Malaysia als in Thailand leben. Daher kann ich eigentlich unterstreichen, was Asienfan meint: "und zweitens kannst du ja jederzeit ein anderes Land als deine Feriendestination aussuchen". Ob das in grossem Masse passieren wird, muss sich zeigen. Ich persönlich finde es auch nicht so tragisch, wenn Rentner nun halt in ein anderes Land gehen. Sobald es der thailändishen Wirtschaft wirklich beginnt weh zu tun, werden sie die Regeln wieder lockern.

Noch eine kleine Anmerkung: Ich finde 10000 Baht in Bar recht viel. Solche grosses Summen trage ich beim Reisen in der Regel gar nicht auf mir. Vor allem nicht, wenn Kreditkarte und T/C nicht mitzählen. Allerdings glaube ich nicht, dass die Grenzbehörden in der Zukunft ins Portemonaie schauen werden. Das ist mir noch nirgendwo passiert.

Und dann noch wegen den Preisen: das was Du sagst, mag wohl nerven, ist aber bei uns ja auch so. Wenn ich den Besitzer eines Ladens kenne, bekomme ich es ja auch günstiger. So habe ich beispielsweise ein Grossteil meiner Unterhaltungselektronik mit bis zu 30% Rabatt gekauft, weil ich den Inhaber des Ladens kenne. Würde so was nicht überbewerten. Und dass wirkliche Tourisachen ein Abriss sind, das ist ja leider eigentlich fast schon traurige Selbstverständlichkeit. Dass Eintritte für Ausländer massiv mehr kosten, gibts auch in: Indien, Iran, Laos, Vietnam, Russland und einige mehr. Klar es nervt, zumal die Sehenswürdigkeiten ja oft mit ausländischem Geld finanziert werden. Aber es ist keine Ausnahmeerscheinung.

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Beitragvon Kaffirahm » Mittwoch 29. September 2004, 09:23

Hi Panti

Also ich habe dies abgetippt. *schaem*


des weiteren: kann sein, dass dies eine ente ist, denn von offiziellen Pages hab ich noch nichts entsprechendes gefunden.
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Beitragvon Pantitlan » Mittwoch 29. September 2004, 09:39

Achso... naja, dann ist es nicht so tragisch. Ich vertippe mich auch, wenn ich Sachen abschreibe. Ich dachte nur, wenn man etwas veröffentlicht, also ich meine jetzt in der Zeitung, sollte man schon auf die Rechtschreibung achten. Das ist dann ja schon so ein bisschen ein erster Eindruck von der Seriosität. Deswegen habe ich nachgefragt. Würde daher oben "jämmerlich" mit "suboptimal" ersetzen... :)

Naja, schauen wir mal, ob noch jemand das anders wo gelegen hat. Vielleicht meldet sich ja auch Peter Pan mal wieder.

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Beitragvon Asienfan » Mittwoch 29. September 2004, 17:50

So viel ich weiss, sind die Anagben von Kaffirahm richitg. Zumindest theoretisch. Wie das dann in der Praxis aussieht steht auf einem andern Blatt. Ein Retourticket benötigt man ja angeblich auch, wird aber am Zoll nie kontrolliert.
Auf der andern Seite ist ja 10'000 Bath für ein Monat oder auch 20'000 für 2 Monate nun wirklich ein lächerlicher Betrag. Das hat ja wohl jeder der als Tour nach Thailand fährt und nicht in BKK unter einer Brücke übernachten will, locker in der Tasche.
Weis eigentich jemand, wieviel die Thais auf dem Konto haben müssen, um ein Tourivisum für die Schweiz zu bekommen?
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