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BeitragVerfasst am: Mo 28. Jul. 2008; 21:59 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1811
Wohnort: Deutschland




Meine Antwort hier kann keinen ärztlichen Rat ersetzen, und ich bin auch kein Arzt. Am Besten fragst Du noch einmal bei einem Tropenarzt nach. Warum fragst Du nicht dort nach?

Zitat:
also soweist ich weis keine resistens, hab nichts gehört oder gefunden.
Welche Region?

Zitat:
also eigentlich wäre, jetzt so gesehen man will die bestmögliche absicherung, man holt sich lariam oder doxycyclin und nimmt die als prophylaxe und hat dann noch malarone dabei falls es dann doch zur infektion kommt.
wäre das zu viel für den körper.
Wenn Du Lariam als Prophylaxe nimmst, wirst Du mit ziemlicher Sicherheit (99,5% oder so) keine Malaria bekommen (solange in der Region keine Resistenzen existieren). Und wenn, dann nimmst Du Lariam. Ich weiß nicht, ob man die Mittel zusammen nehmen sollte. Das ist eine Frage für einen Arzt (oder Apotheker).

Zitat:

wenn ich jetzt nur mlarone moitnehme, wieviele packungen soll ich mitnehmen.
also die ärzting hat gemeint wenn ich die packung mit 12 tabletten als behandlung bei verdacht einnehme, wären das 4 stück am tag und das würde dann reichen bis cih wieder daheim bin, falls eine nachbehandlung nötig ist. oder ist immer eine nachbehandlung nötig???
Das fragst Du bitte einen Arzt!

Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 02:42 Antworten mit Zitat
Pantitlan
Site Admin
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4396
Wohnort: Beijing (Basel)




Da Malariamedikamente rezeptpflichtig sind, wirst du nicht um einen Arztbesuch herum kommen, es sei denn, du kaufst irgendwo im Internet die Medikamente aus zweiter Hand. Das ist aber nicht nur verboten (was ja eigentlich noch das kleinere Problem ist), sondern du begibst dich damit auch auf ein gefährliches Pflaster, da du nicht weisst, ob die Pillen noch was taugen.

Bin auch kein Arzt. Ich glaube aber, wenn Du Prophylaxe nimmst, brauchst du kein Notfallmedikament. Wenn du wirklich erkrankst, wird das langsamer und weniger schwer passieren. Wie es allerdings im Fall von Resistenzen aussieht, weiss ich nicht. Wenn aber Resistenzen bekannt sind, wird die ein seriöser Arzt wohl dieses Medikament verschreiben, zu dem es eben noch keine Resistenzen gibt.

PS: Ich bin ja eigentlich nicht so pingelig, aber darf ich Dich bitten, die Postings nochmals durchzulesen, bevor du sie losschickst? Bei so vielen Tippfehlern ist es schwer, den Inhalt wirklich zu verstehen.

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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 12:05 Antworten mit Zitat
Elfi
Holidayresort-Guru
Anmeldungsdatum: 27.07.2008
Beiträge: 11




wegen Tippfehler sorry, werd ich mich bessern,
wegen Schreibfehlern, bin hoffnungsloser Fall, bin da ganz schlecht Sad

einen Tropenazt werde ich auf jeden fall noch mal aufsuchen. obwohl ich ja schon bei der Arztin bei der Gelbfieberimpfstelle war.

Malaron würde ich mir sowieso von Arzt holen. keine Frage.

wegen der Resistenz, ich gehe an die Elfenbeinküste. weis da jemand was?
ansonsten frag ich noch mal den Tropenarzt.

und bei einer Apoteke hab ich auch schon nachgefrag, extra so eine die auf Reisen spezielisiert ist und die haben mir auch keine befriedigende Antwort geben könne. vielleicht stell ich die falschen fragen Rolling Eyes , oder solche die sie nicht verstehen.


ist Lariam nicht rezeptpflichtig?

klar das ihr alle keine ärzte seid, aber ich finde die drücken sich immer so komisch aus, das ich dazu dann immer gerne Erfahrungen von anderen noch einhole.

lg
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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 12:47 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1811
Wohnort: Deutschland




Zitat:
Ist Lariam nicht rezeptpflichtig?
Alle wirksamen Malariamittel (Lariam, Malarone, evtl. Doxycyclin) sind verschreibungspflichtig/rezeptpflichtig. Diskussionen über die Wahl zwischen diesen Mitteln hatten wir hier bereits. Alles weitere musst Du mit einem Tropenarzt besprechen.

Zitat:
wegen der Resistenz, ich gehe an die Elfenbeinküste. weis da jemand was?
ansonsten frag ich noch mal den Tropenarzt.
Solange Du kein Chloroquin nimmst... aber das wird in Deutschland sowieso schon lange nicht mehr verschrieben.

Reiseimpfempfehlungen für die Elfenbeinküste sind übrigens:
Diphtherie, Gelbfieber, Hepatitis A, Poliomyelitis, Tetanus, Typhus
Also fang besser schon mal an mit den Impfungen...

Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 14:50 Antworten mit Zitat
Rastlos
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 29.07.2008
Beiträge: 209
Wohnort: Münster




Alex hat folgendes geschrieben:
Meines Empfehlung: auch bei kleinen Fieberschüben nicht zögern, das Zeug auch zu nehmen!

Shocked Leute, bitte sehr vorsichtig mit solchen Tipps sein und erst recht bei der Durchführung!
Ich rate DRINGEND von einer Eigendiagnose und der Einnahme von Standby-Mitteln ab, wenn es auch anders geht. Die Standby-Mittel zur akuten Eigenbehandlung sind ausschließlich für Reisen/Gegenden gedacht, die schon eher Expeditionscharakter haben und man sich weit ab von jeglicher medizinischer Versorgung befindet - das trifft nur bei sehr wenigen Travellern zu!
Wenn man innerhalb von 24-48 Stunden einen Arzt aufsuchen kann, dann sollte man dies auch tunlichst tun und dort sein Blut auf Malaria prüfen lassen. Erst dann sollte eine entsprechende Behandlung durch den Arzt erfolgen. Jeder Dschungeldoktor in solchen Gebieten weiss besser als jeder Tropenmediziner hier in Deutschland Bescheid, welches Mittel am besten für die Region geeignet ist (Stichwort Resistenz).

Wenn in betreffenden Gebieten obendrein auch noch Denguefieber vorkommt (ähnliche Krankheitssymptome!), dann kann die Einnahme eines Standy-Mittels die Identifizierung dieses Erregers unter Umständen verschleiern und ein Arzt womöglich noch die völlig falsche Therapie einleiten.
Noch kurz ein Hinweis bzgl. Dengue: Bei Reisen in Gebiete mit Dengue darf auf gar keinen Fall Aspirin eingenommen werden. Bei solchen Reisen sollte sich ausschließlich Paracetamol in der Reiseapotheke befinden!


Man sollte bei der Überlegung bzgl. Malaria ein paar wichtige Punkte beachten:

1. WO soll es überhaupt hingehen - und damit meine ich nicht pauschal das Land sondern schon speziell die Region.
Leider empfehlen viele Reisemediziner auch für "normale Strandurlauber" eine Prophylaxe nur weil es irgendwo im Land Malariagebiete gibt. Dadurch pumpen sich extrem viele Urlauber völlig unnötig mit den Medikamenten voll und fördern so eine Resistenzbildung des Erregers. Egal, die Kasse des Arztes freut es Laughing

2. WIELANGE bin ich in einem solchen Gebiet. Bei einem recht kurzen Aufenthalt von wenigen Tagen ist eine Prophylaxe eher unsinnig.

3. WIE reise ich durch entsprechendes Gebiet - Unterschied zwischen Backpacking mit Expeditionscharakter und Rundreise.

4. WANN reise ich überhaupt ins Land. Bei manchen Ländern geht das Malariarisiko z.B. während der Trockenzeit gegen Null.

5. WELCHE Art von Malaria kommt überhaupt in den Gebieten vor.


Ich möchte hier nur mal die Alternative ohne Prophylaxe aufzeigen:

- Konsequenter Mückenschutz über die gesamte Aufenthaltsdauer in Malariagebieten, d.h. lange Kleidung und gutes Mückenschutzmittel. DAS ist immer noch der beste Schutz!!
- Zimmer mit Moskitonetz und/oder AC wählen.
- Malaria hat eine Inkubationszeit von ca. 7 Tagen, d.h. eventuelle Symptome treten erst nach dieser Zeit auf. Bei irgendwelchen Krankheitserscheinungen (egal welcher Art!) sofort zum Arzt gehen und Blut auf Malaria/Dengue prüfen lassen. Im Falle einer Erkrankung wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet.


Zuletzt bearbeitet von Rastlos am Di 29. Jul. 2008; 17:16, insgesamt 2-mal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 14:53 Antworten mit Zitat
Rastlos
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 29.07.2008
Beiträge: 209
Wohnort: Münster




Elfi hat folgendes geschrieben:
klar hast recht auf den rat der ärzte verlassen, nur das problem ist, das jeder was anderes/abweichendes sagt.

Und das wird auch leider immer so bleiben - selbst bei den Tropenmedizinern Laughing
Du musst selber entscheiden, wie seriös und vertrauenswürdig Dein Arzt ist, aber ich persönlich habe lange suchen müssen, bis ich einen wirklich guten gefunden habe. Viel schauen leider nur einfach mal kurz im schlauen Buch für das betreffende Land nach und empfehlen ohne weiteres alle dort aufgelisteten Massnahmen.
Ein seriöser Tropenarzt quetscht Dich aus und fragt nach der Art der Reise, den Stationen, Deinen Vorhaben etc. und stimmt darauf die Behandlung ab. Er gibt auch für viele andere möglichen Krankheiten entsprechende Verhaltenshinweise und erklärt einem mögliche Symptome.

Elfi hat folgendes geschrieben:
also eigentlich wäre, jetzt so gesehen man will die bestmögliche absicherung, man holt sich lariam oder doxycyclin und nimmt die als prophylaxe und hat dann noch malarone dabei falls es dann doch zur infektion kommt.

Shocked Shocked Shocked
Bitte komm nicht auf die Idee, dass auch wirklich zu tun. Keinesfalls sollte man die verschiedenen Medikamante miteinander einfach so (also ohne ärztliche Aufsicht) kombinieren.
Die Nebenwirkungen von einem der Mittel kann unter UMständen schon übel genug sein Wink Doxycyclin z.B. kann zur Hautsensibiliserung bzgl. Sonnenstrahlen führen und ist daher für Regionen in Äquatornähe ungeeignet.

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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 15:16 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1811
Wohnort: Deutschland




Zitat:
Ich rate DRINGEND von einer Eigendiagnose und der Einnahme von Standby-Mitteln ab, wenn es auch anders geht. Die Standby-Mittel zur akuten Eigenbehandlung sind ausschließlich für Reisen/Gegenden gedacht, die schon eher Expeditionscharakter haben und man sich weit ab von jeglicher medizinischer Versorgung befindet - das trifft nur bei sehr wenigen Travellern zu!
Du hast Recht. Habe es gelöscht, um Missverständnisse zu vermeiden. Was ich meinte war: Auch bei kleinen Fieberschüben sicherheitshalber den Arzt aufsuchen!
Aber das Malariamittel solltest Du DABEI HABEN und nicht vor Ort kaufen!


Zitat:
1. WO soll es überhaupt hingehen - und damit meine ich nicht pauschal das Land sondern schon speziell die Region.
Leider empfehlen viele Reisemediziner auch für "normale Strandurlauber" eine Prophylaxe nur weil es irgendwo im Land Malariagebiete gibt. Dadurch pumpen sich extrem viele Urlauber völlig unnötig mit den Medikamenten voll und fördern so eine Resistenzbildung des Erregers. Egal, die Kasse des Arztes freut es Laughing

2. WIELANGE bin ich in einem solchen Gebiet. Bei einem recht kurzen Aufenthalt von wenigen Tagen ist eine Prophylaxe eher unsinnig.

3. WIE reise ich durch entsprechendes Gebiet - Unterschied zwischen Backpacking mit Expeditionscharakter und Rundreise.
Das ist selbstverständlich. Die Isla Margarita gehört zu Venezuela, trotzdem braucht man da keine Malariaprophylaxe. Es geht hier für Elfi aber um die Elfenbeinküste (2 Monate). Für die gesamte Elfenbeinküste wird (grundsätzlich) eine Prophylaxe empfohlen.


Zitat:
Ich möchte hier nur mal die Alternative ohne Prophylaxe aufzeigen:

- Konsequenter Mückenschutz über die gesamte Aufenthaltsdauer in Malariagebieten, d.h. lange Kleidung und gutes Mückenschutzmittel. DAS ist immer noch der beste Schutz!!
- Zimmer mit Moskitonetz und/oder AC wählen.
- Malaria hat eine Inkubationszeit von ca. 7 Tagen, d.h. eventuelle Symptome treten erst nach dieser Zeit auf. Bei irgendwelchen Krankheitserscheinungen (egal welcher Art!) sofort zum Arzt gehen und Blut auf Malaria/Dengue prüfen lassen. Im Falle einer Erkrankung wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet.
Tut mir leid. Aber: NEIN! Expositionsprophylaxe (Mückenschutz) ist KEINE "Alternative", sondern sollte das Grundverhalten darstellen. Es ersetzt aber die chemische Malariaprophylaxe nicht!!! Ich bezweifle zwar, dass Du das so gemeint hast, aber missverstanden werden soll es hier auch nicht. Moskitonetze und guter Mückenschutz sind sehr wichtig.


Zitat:
Bitte komm nicht auf die Idee, dass auch wirklich zu tun. Keinesfalls sollte man die verschiedenen Medikamante miteinander einfach so (also ohne ärztliche Aufsicht) kombinieren.
Die Nebenwirkungen von einem der Mittel kann unter UMständen schon übel genug sein
Wenn man Doxycyclin (das ist ein übliches Breitbandantibiotikum) als Prophylaxe nimmt, hat man keine andere Wahl, als bei Malaria eines der anderen Mittel zu nehmen. Doxycyclin kann man nur zur Prophylaxe verwenden. Inwieweit da Wechselwirkungen auftreten, kann Dir ein guter Apotheker (kein Arzt) sagen. Grundsätzlich muss man bei der Kombination verschiedener Mittel natürlich vorsichtig sein. Unter Umständen wird ein Mittel in Kombination mit einem anderen wirkungslos.


Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 17:15 Antworten mit Zitat
Rastlos
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 29.07.2008
Beiträge: 209
Wohnort: Münster




Ich hatte bei meiner Auflistung oben übrigens den Punkt "Wann" vergessen und nun nachträglich eingefügt.
Was ich bislang zum Thema Malaria gesagt habe gilt allgemein und nicht für den speziellen Fall von Elfi.

Alex hat folgendes geschrieben:
Aber das Malariamittel solltest Du DABEI HABEN und nicht vor Ort kaufen!

Ja und Nein Wink

JA, wenn man weiss, dass man sich für längere Zeit weitab einer medizinischen Versorgung aufhält. Dann ist ein Standby-Mittel mitzuführen, dass man natürlich besser schon zu Hause besorgt.

JA, wenn man auf eine Prophylaxe nicht verzichten will.

NEIN, wenn die beiden anderen Punkte nicht zutreffen, denn dann bekommt man im Fall der Fälle vom Arzt das wirklich für die entsprechende Gegend am besten geeignete Mittel verabreicht. In Malariagebieten kennt sich wirklich jeder Dschungel-Doc damit aus und hat die Medikamente vorrätig.

Alex hat folgendes geschrieben:
Tut mir leid. Aber: NEIN! Expositionsprophylaxe (Mückenschutz) ist KEINE "Alternative", sondern sollte das Grundverhalten darstellen. Es ersetzt aber die chemische Malariaprophylaxe nicht!!! Ich bezweifle zwar, dass Du das so gemeint hast, aber missverstanden werden soll es hier auch nicht. Moskitonetze und guter Mückenschutz sind sehr wichtig.

Absolut richtig, guter präventiver Mückenschutz ersetz die Chemie nicht!

Allerdings macht sie bei konsequenter Anwendung in vielen Gebieten die chemische Keule aber auch unnötig. Hier gibt es natürlich viele Meinungen und letztendlich muss das jeder für sich selber entscheiden Wink
Nur ein paar Anmerkungen dazu:
1. Wenn man nicht gestochen werden kann, dann braucht man sich um Malaria und andere von Mücken übertragende Krankheiten keine Sorgen machen.
2. Malariaprophylaxen bieten leider keinen 100%igen Schutz - in gewissen Gebieten auf Grund von Resistenz sogar nur 60%
3. Viele Reisende setzen leider eine Prophylaxe mit einer Impfung gleich und glauben tatsächlich, dass sie für die Dauer der Einnahme absolut immun sind.
4. Leider trifft man immer wieder auf Leute, die sich wegen der Prophylaxe so sehr in Sicherheit wiegen, dass sie dadurch komplett den eigentlichen Mückenschutz vernachlässigen!

Wenn man die eventuellen Nebenwirkungen in Kauf nehemen möchte, dann bietet selbstverstänlich die Kombination aus gutem Mücknschutz und einer Prophylaxe den besten Schutz!


Zuletzt bearbeitet von Rastlos am Di 29. Jul. 2008; 17:27, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 17:26 Antworten mit Zitat
Rastlos
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 29.07.2008
Beiträge: 209
Wohnort: Münster




So, nun aber mal zum ganz speziellen Fall von Elfi Wink

Ich persönlich verzichte wenn es geht auf eine Malariaprophylaxe, aber im vorliegenden Fall würde auch ich mich für eine Einnahme entscheiden (so wie ich es auch für Sao Tome & Principe getan habe).

Das Risiko an der Elfenbeinküste ist ganzjährig und landesweit hoch - zur Regenzeit sogar extrem hoch. Zusätzlich kommt dort zu über 90% die lebensgefährliche Variante "Malaria tropica" vor!!

Die liebe Elfi muss sich aber nicht nur in der Dämmerung um einen sehr guten Mückenschutz bemühen, sondern auch tagsüber, denn es kommt landesweit auch Dengue vor. Deswegen MUSS vor jedem Verdacht auf Malaria ein Bluttest gemacht werden, um Dengue auszuschließen!!!
Aus diesem Grund auch bitte kein Standby-Mittel selber einnehmen oder Aspirin gegen Kopfschmerzen etc. verwenden.

Ich weiss nicht wieviel Erfahrung Elfi mit tropischen Ländern hat, deswegen sollte sie sich auf jeden Fall auch mit dem Thema Lassa-Fieber, Cholera und anderen Infektionskrankheiten befassen Wink
Generell sollte sie sehr penibel auf die hygienischen Bedingungen von Wasser, Speisen und getränken achten!

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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 17:35 Antworten mit Zitat
Alex
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 19.02.2005
Beiträge: 1811
Wohnort: Deutschland




Zitat:
NEIN, wenn die beiden anderen Punkte nicht zutreffen, denn dann bekommt man im Fall der Fälle vom Arzt das wirklich für die entsprechende Gegend am besten geeignete Mittel verabreicht. In Malariagebieten kennt sich wirklich jeder Dschungel-Doc damit aus und hat die Medikamente vorrätig.
Das halte ich für irrelevant. Es gibt nur drei wirksame Mittel (Artemether/Lumefantrin alias Riamet, Atovaquon/Proguanil alias Malarone und Mefloquin alias Lariam) zur Notfall-Behandlung.
http://www.dtg.org/16.html
Solange man sich nicht in Südostasien aufhält, sind alle drei Mittel ähnlich wirksam. Ein "Dschungel-Doc" könnte Dir möglicherweise noch Chloroquin geben, was leider vielerorts kaum noch Wirkung hat (und daher in Europa auch gar nicht mehr verschrieben wird). Gerade in Afrika wird Chloroquin ständig gegeben, weil es sehr billig ist. Andere Medikament werden vielleicht gar nicht vorhanden sein, denn die sind im Gegensatz zu Chloroquin ziemlich teuer. Ich kann daher nur mit Nachdruck empfehlen, selbst ein Malariamittel bereitzuhalten.


Zitat:
Allerdings macht sie bei konsequenter Anwendung in vielen Gebieten die chemische Keule aber auch unnötig. Hier gibt es natürlich viele Meinungen und letztendlich muss das jeder für sich selber entscheiden
Kein Mückenmittel wirkt einhundertprozentig. Ein Mückennetz kann ein Loch haben. Auf chemische Prophylaxe in Hochrisikogebieten zu verzichten ist grob fahrlässig.


Zitat:
Die liebe Elfi muss sich aber nicht nur in der Dämmerung um einen sehr guten Mückenschutz bemühen, sondern auch tagsüber, denn es kommt landesweit auch Dengue vor.
Expositionsprophlaxe ist sehr wichtig.

Zitat:
Generell sollte sie sehr penibel auf die hygienischen Bedingungen von Wasser, Speisen und getränken achten!
Wasser nur aus versiegelten Flaschen trinken (am Besten auch Zähneputzen), nicht barfuß laufen (Würmer).

Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 18:10 Antworten mit Zitat
Rastlos
Forenveteran
Anmeldungsdatum: 29.07.2008
Beiträge: 209
Wohnort: Münster




Alex hat folgendes geschrieben:
Solange man sich nicht in Südostasien aufhält, sind alle drei Mittel ähnlich wirksam.

Meines Wissens nach gibt es starke regionale Unterschiede in der Wirksamkeit - als bestes Mittel (vor allem wegen der geringen Nebenwirkungen) wird aber wohl Riamet angesehen.

Alex hat folgendes geschrieben:
Gerade in Afrika wird Chloroquin ständig gegeben, weil es sehr billig ist. Andere Medikament werden vielleicht gar nicht vorhanden sein, denn die sind im Gegensatz zu Chloroquin ziemlich teuer.

Meistens wird es aber nur bei der einheimischen Bevölkerung verabreicht. Ausländer und Touristen bekommen in den meisten Fällen die teureren Medikamente - notfalls vom nächsten Krankenhaus.

Alex hat folgendes geschrieben:
Ich kann daher nur mit Nachdruck empfehlen, selbst ein Malariamittel bereitzuhalten.

OK, da gehen unsere Meinungen eben auseinander.
Man sollte meiner Meinung nach diese Entscheidung immer von den Bedingungen des Reiselandes abhängig machen. Ich kenne Leute, die sogar nach Thailand immer brav ihre Mittelchen mitschleppen, dabei ist dieses Land bestens damit ausgerüstet Rolling Eyes

Einzig die Angst vor Arzneimittelfälschungen würde ich hier noch als Grund nachvollziehen können.

Alex hat folgendes geschrieben:
Auf chemische Prophylaxe in Hochrisikogebieten zu verzichten ist grob fahrlässig.

Da sind wir uns ja einig, deswegen auch mein Rat PRO Prophylaxe Wink

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BeitragVerfasst am: Di 29. Jul. 2008; 22:29 Antworten mit Zitat
Elfi
Holidayresort-Guru
Anmeldungsdatum: 27.07.2008
Beiträge: 11




Rastlos hat folgendes geschrieben:
So, nun aber mal zum ganz speziellen Fall von Elfi Wink

Ich persönlich verzichte wenn es geht auf eine Malariaprophylaxe, aber im vorliegenden Fall würde auch ich mich für eine Einnahme entscheiden (so wie ich es auch für Sao Tome & Principe getan habe).

Das Risiko an der Elfenbeinküste ist ganzjährig und landesweit hoch - zur Regenzeit sogar extrem hoch. Zusätzlich kommt dort zu über 90% die lebensgefährliche Variante "Malaria tropica" vor!!

Die liebe Elfi muss sich aber nicht nur in der Dämmerung um einen sehr guten Mückenschutz bemühen, sondern auch tagsüber, denn es kommt landesweit auch Dengue vor. Deswegen MUSS vor jedem Verdacht auf Malaria ein Bluttest gemacht werden, um Dengue auszuschließen!!!
Aus diesem Grund auch bitte kein Standby-Mittel selber einnehmen oder Aspirin gegen Kopfschmerzen etc. verwenden.

Ich weiss nicht wieviel Erfahrung Elfi mit tropischen Ländern hat, deswegen sollte sie sich auf jeden Fall auch mit dem Thema Lassa-Fieber, Cholera und anderen Infektionskrankheiten befassen Wink
Generell sollte sie sehr penibel auf die hygienischen Bedingungen von Wasser, Speisen und getränken achten!



danke schön für die ausführung.

leider hab ich so wenig wenig Erfahrung wie es nur geht, nämlich gar keine Wink
ist meine erste Reise in ein tropisches Land, deshalb auch das nachhaken.

hab schon ganz fleisig alles zusammen gesucht was ich nur finden konnte (so bin ich auch auf dieses forum gestoßen).
z.B. wegen wasser und was man so essen sollte und nicht sollte.
Lassa-Fieber ist noch nicht aufgetaucht in meiner Recherche soweit ich mich errinnern kann. wenn jemand ne gute Infoseite kennt nur her damit.

öffter hab ich jetzt auch schon gelesen das man nicht barfuss rumlaufen, soll. warum? alex schrieb würmer. ok und was sind das für welche und was machen die.

das mit aspirin merk ich mir, nehme nur paracetamol mit. Frage: warum eigentlich?


Also das mit den Moskitonetzen und der langen Kleidung, und der ganze anderen nicht medikamentalen Maßnahmen werde ich natürlich befolgen.
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