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Weltreiseforum Foren-Übersicht » Schweiz » Neues AKW in der Schweiz Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3  Weiter
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Braucht es in der Schweiz ein neues AKW?
Ja, wir müssen weniger vom Erdölmarkt abhängig werden
14%
 14%  [ 1 ]
Ja, die Schweiz soll sich in Zukunft selber versorgen können
28%
 28%  [ 2 ]
Nein, wir bauen lieber Gas- und Kohlekraftwerke als Übergangslösung
0%
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Nein, wir können bis 2020 unseren Stromverbrauch um 30%-40% senken, wenn wir nur wollen
57%
 57%  [ 4 ]
Stimmen insgesamt : 7


BeitragVerfasst am: Di 17. Jun. 2008; 23:15 Antworten mit Zitat
gonethou
Yetijäger
Anmeldungsdatum: 21.04.2008
Beiträge: 124




Naja, man sieht ja was sich Menschen für ÖL gegenseitig antun. Andererseits wenn Staaten wie der Iran Urananreicherungen starten, dann hörts bei mir auf. Das kann nicht nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden und wer das erste Ziel Irans wäre ist klar. Aber EU-intern spielt das freilich eher eine kleine Rolle.

Zitat:
Erdöl zu verbrennen ist natürlich auch keine Lösung. Deswegen muss jetzt eine Weiche gestellt werden zu: a.) Effektivem Stromsparen b.) Besserer Förderung von regenerativen Energiequellen.


In kann nur für die Versorgung mit Energie in Wien, einer 1,7 Millionen großen Stadt, sprechen und dort funktioniert die Energieabdeckung recht gut mittels zweier Müllverbrennungsanlagen die gleichzeitig auch Fernwärme liefern und einem großen Wasserkraftwerk. Bei normalem Verbrauch reicht das auch für die Versorgung aus. Um Wien sind allerdings im Falle eines Falles auch noch ein paar Kraftwerke, die allerdings dann auch das ganze Wiener Becken versorgen können.
Müll muss verbrannt werden, klug ist es daraus gleich Strom zu erzeugen und Wohnungen zu beheizen. Das funktioniert klarerweise auch nur wenn die Siedlungsstruktur entsprechend ist. Das ist doch ein gutes Konzept um die klassischen Kohlekraftwerke und Mineralölanlagen zu verbannen. Derzeit wird der Bau einer dritten Müllverbennungsanlage diskutiert, da einerseits der Müllverbrauch und andererseits der Energiebedraf steigt, und 1,7 Millionen Einwohner ist kein kleines Pflaster und es funktioniert ganz ohne Atomkraft.

Schwierig wird es eigentlich eher bei kleinen Städten oder Dörfern, denn das Konzept der Müllverbrennungsanlage funktioniert nicht für jede Gemeinde. Tourismusgemeinde haben sicherlich nicht gerne eine Deponie oder eine Müllverbennungsanlange oder ein AKW in ihrer Nähe. Da sollte der Strom überhaupt aus dem Perptuum Mobile aus der Erde schießen. Hier geht wohl noch kein Weg an konventionellen Kraftwerken vorbei, da Biomasse und Photovoltaik nur Unkosten verschlingen und so effizient nicht sind.

Im Physikunterricht aus der Schule weiß ich noch, dass der Eintritt eines GAUs sehr, sehr unwahrscheinlich ist. Aber muss es denn gleich ein GAU sein, es reicht doch, wenn alle paar Monate mal hier und mal dort etwas radioaktives Material austritt.

In manchen Ländern führt mittelfristig vermutlich kein Weg an AKWs vorbei. Ich hoffe eher auf die zukünftige Forschung die es möglich machen soll Geräte energiesparsamer zu gestalten. Das gibt es teilweise ja schon bei Waschmaschinen und Kühlschränken, die besser als ihre Vorgängermodelle funktionieren und weniger Strom verbrauchen.

@Michiagi
Wie schauts derzeit genau mit der Forschung bei Solarenergie aus? Ist es tatsächlich noch sehr ineffizient sich solche Anlagen anzuschaffen?
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BeitragVerfasst am: Mi 18. Jun. 2008; 04:38 Antworten mit Zitat
Pantitlan
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gonethou hat folgendes geschrieben:
Da sollte der Strom überhaupt aus dem Perptuum Mobile aus der Erde schießen.


Diese Technik gibts übrigens: Heisst Geothermie und ist eigentlich recht unproblematisch. (In Basel, wo man ein Pilotprojekt hatte, ist es allerdings auf Eis gelegt worden, da es bei den Bohrungen zu kleineren Erdbeben gekommen ist)

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BeitragVerfasst am: Mi 18. Jun. 2008; 07:51 Antworten mit Zitat
Aremonus
Forenveteran
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nun ja, es hat ja auch nicht wirklich funktioniert - das Wasser, das man hinunterpresste, wollte nicht volständig wieder als Dampf herauf kommen, daher hätte man noch keinen Strom erzeugen können.

Wenn wir die Technologie zum augen bekämen, wäre das natürlich, gerade im spezifischen Fall der Stadt Basel, welche so nahe bei der Mohorovicic-diskontinuität (oder wie man das schreibt) gelegen, sehr praktisch.

Auch die Kernfusion wäre fast unerschöpflich, billig und würde nebst dem Reaktor selbst keinen Abfall erzeugen ausser dem Edelgas Helium (wobei auch dieses nur in sehr kleinen Mengen).

Leider werden diese Technologien erst so zwischen 2030 und 2050 verfügbar sein - bis dahin müssen wir noch eine Möglichkeit finden, unseren Strom zu erzeugen.

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BeitragVerfasst am: Mi 18. Jun. 2008; 08:00 Antworten mit Zitat
Pantitlan
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Ich bin mir bei dieser Kernfusion nicht so ganz sicher, ob hier wirklich die Zukunft liegt. Für mich klingt das gefährlich. Nur, dass wir die Probleme noch nicht kennen. Was ich mich frage: Wieso kann man abschätzen, dass diese Technik bis 2050 funktionieren soll und wieso braucht man so lange?

Die Geothermie hat in Basel aus politischen und nicht aus technischen Gründen nicht funktioniert. Natürlich kommt kein Dampf heraus, wenn man nicht fertig bohren darf.

Geothermie ist übrigens auch im kleineren Rahmen mit Umwälzpumpen zum Heizen von Häusern möglich. Das braucht 80 Prozent weniger Energie und rechnet sich nach ein paar Jahren auch wirtschaftlich. Hier liesse sich mit einer entsprechenden Gesetzgebung ohne Einbussen seehr viel sparen.

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BeitragVerfasst am: Mi 18. Jun. 2008; 08:45 Antworten mit Zitat
Aremonus
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Der Vorteil und zugleich der Nachteil eines Kernfusionkraftwerks ist, dass der Prozess nur mit grossem Aufwand aufrecht erhalten werden kann. Wenn also das Plasma an die Metallwand kommt, erlischt es sofort und es kann zu keiner gefährlichen Kettenreaktion wie bei einem Kernkraftwerk das Uran spaltet kommen. Das System ist also inhärent. Aber eben, um die Bedingungen für eine Kernfusion zu schaffen, braucht es schon etwas mehr.
Die Zahl 2050 ist der geplante erstbetrieb eines vollkommen kommerziellen Reaktors - es könnte jedoch auch früher der Fall sein, wenn die Zeit drängt, respektive später, wenn die politischen Verhältnisse heikel sind. Das erste Kraftwerk, welches man zum erforschen der Wirtschaftlichkeit baut, DEMO, sollte um 2030 fertig sein; der erste Reaktor, der deutlich mehr Energie produziert als man reinsteckt, wird bereits gebaut und sollte 2018 in Betrieb gehn (ITER).
Aber du hast recht - solche Richtzahlen sind immer mit Vorsicht zu geniessen.

Bei Geothermie nmuss noch viel geforscht werden, um eine wirtschtlich brauchbare Leistung zu erhalten. Die 6 MW, die in Basel erzeugt werden, könnte man derzeit deutlich billiger mit 2 oder 3 Windrädern bekommen. (80 Millionen sind sogar noch teurer als Solarenergie - das ist für mich schon noch eher Forschung als Wirtschaft).
Wärmesonden für private Haushalte sind jedoch tatsächlich die wohl derzeit beste Heizmölichkeit, wahrscheinlich jetzt auch billiger als Öl, besonders, wenn man sich noch mit den Nachbarn zusammen tut (die Investitionskosten sind ja auch etwa 50'000 Franken für das Loch und die Anlage, danach zahlt man jedoch nur noch Strom und Wartung). Das allerbeste ist jedoch noch immer, wenn man einen kleinen Bach neben dem Haus hat, den man zum Heizen nutzen kann, in dem man ihn abkühlt^^

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BeitragVerfasst am: Mi 18. Jun. 2008; 16:27 Antworten mit Zitat
Michiagi
Fullmoonpartyjäger
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Beiträge: 32
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Hallo zusammen,

@Michiagi
Wie schauts derzeit genau mit der Forschung bei Solarenergie aus? Ist es tatsächlich noch sehr ineffizient sich solche Anlagen anzuschaffen?

Also, im Betrieb wo ich arbeite wurden bis vor ca. 2 Jahren Anlagen für die Herstellung von Displays (Flachbildschirmen, Handy, usw.) gefertigt, was sich aber als ein Verlustgeschäft herausstellte und die Firma in rote Zahlen führte.
Also suchte man nach einem neuen Standbein, welches aber auf der gleichen Technologie basiert. Somit hat man sich damals entschieden auf Photovoltaik Solarzellen umzusatteln, da zu dieser Zeit (sind aber nur 2 Jahre) das mit den Dünnschicht Solarzellen im kommen war. Man konnte eigentlich das vorhandene Anlagenkonzept (das für Displays) fast gänzlich übernehmen um damit die Dünnschichtzellen herzustellen.
Dünnschichtzellen haben einen max. Wirkungsgrad von ca. 7%, was so ungefähr über den Daumen ca. 70W/m2 entspricht. Jedoch ist man jetzt eigentlich soweit, dass man mit den Dünnschichtzellen momentan einen Wirkungsgrad von ca. 12% erreicht, was ungefähr jenem Wirkungsgrad der Konventionellen Photovoltaikzellen entspricht (die alten die z.B. bei Bushaltestellen, Alphütten,usw. stehen).

Vorteile der Dünnschichtzellen gegenüber den konventionellen Zellen:
- als Substrat (Träger) wird ganz normales Floatglas verwendet
- die Schicht ist ca. im Faktor 100 dünner, was es auch günstiger macht
- die Produktion verlaüft voll Automatisch (Schicht wird aufgedampft, Leiterbahnen mit Laser aufgetragen), was es schneller = günstiger macht
- auch optisch sehen sie besser aus (nicht mehr so komisch blau mit Linien drinn, sonder einfach ein ganz schwarzes Glas wo die Leiterbahnen mit blosem Auge nicht mehr zu erkennen sind)
- werden in Zukunft auch nochmals um einiges günstiger werden

Aber, es muss jedoch gesagt werden, dass böse Zungen davon sprechen es handle sich um eine max. Lebendauer von Zehn Jahren bei den Dünnschichtzellen.

Also ich würde noch damit abwarten welchige aufs Dach zu montieren... als erstens können sie nur noch günstiger werden... und zweitens steckt halt alles noch total in den Kinderschuhen... ich schätze mal, das bis in ca. 5 Jahren sehr viel Zellen im asiatischen Raum (Taiwan, China) produziert werden und es deshalb erschwinglich wird.... wir selber Produzieren keine Zellen.

Gruss Michiagi

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BeitragVerfasst am: Do 19. Jun. 2008; 16:22 Antworten mit Zitat
Alex
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Die Kernfusion ist schon sooo lange ein ungelöstes Problem. Ich denke, es bleibt abzuwarten, ob das überhaupt mal funktioniert. Trotzdem bin ich klar für ITER, so viel es auch kostet.

Ansonsten halte ich die Kernenergie-Frage für ein klassisches Dilemma. Da gibt es eigentlich nicht die EINE richtige Entscheidung. Bei konventionellen Energieträgern sind die Nachteile der Umweltverschmutzung bekannt, auf jeden Fall vorhanden, aber dann immer eher überschaubar. Bei Kernkraft entsteht normalerweise deutlich weniger Umweltverschmutzung (bzw. die Nachteile der Endlagerung sind regional stark begrenzt, wenn überhaupt), es besteht aber ein geringes Risiko, dass einmal ein schwerer Unfall eintritt. Wer für Kohle und Co. ist, der würde wohl das (geringe, aber katastrophale) Risiko eines Atomunfalls fürchten; wer für Atomstrom ist, findet, dass der Nachteil des Risikos eines Atomunfalles gering ist gegenüber dem Nachteil der auf jeden Fall eintretenden Umweltverschmutzung durch Kohle und Co.

Ich persönlich bin tatsächlich für Atomkraft, weil ich es für das geringere Übel halte. Wenn in der Schweiz oder Deutschland ein Atomkraftwerk gebaut wird, dann kann man sich auf die Sicherheit des Betriebs wohl doch ganz gut verlassen. Und ich bin lieber von Uranlieferungen aus Kanada und Australien abhängig, als von Öllieferungen aus Russland und Zentral-Asien.

Schade finde ich es, dass das Geothermie-Projekt in Basel auf Eis gelegt worden ist.

Gruß,
Alex
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BeitragVerfasst am: Do 19. Jun. 2008; 18:11 Antworten mit Zitat
gonethou
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Beiträge: 124




Zitat:
Geothermie


Kann es sein dass mit Geothermie die sogenannten "Wärmepumpen" gemeint sind. Ich kenne das nur unter dem Begriff. Das ist doch an strenge Richtlinien geknüpft in punkto Umweltverträglichkeit, usw... Was wenn ein Haus abgerissen wird? Dann muss dieses Ding, das in der Erde steckt ja gleich mit abgerissen werden, ich halte das für bedenklich und sicherlich nicht praktikabel für eine große Masse, da es ja nur wenigen vorbehalten bleibt so eine Anlage zu installieren. Und man denke mal an Chile, Iran oder China die allesamt an einer Bruchlinie von zwei Erdplatten liegen. Da ist es vielleicht nicht zielführend ein Loch in die Erde zu bohren, wenn es auch schon ohne Lochbohren alle paar Jahren heftig rüttelt und das ganze schon in der Schweiz zu kleineren Erdbeben führt.

ad Kernfusion.

Ist die Kernfusionsbombe nicht um ein Vielfaches gefährlicher als die A-Bombe? Gut, dass ich mein Leben schon gelebt haben werde, wenn Kernfusion genauso zur Wohlfahrt/Tod wird.

ad Solarzellen.

Und um wieviel günstiger sind momentan Dünnschichtzellen gegenüber konventionellen Zellen? Was kostet so ein Laufmeter Dünnschichtzelle?
Liegt das Problem bei der aktiven Solarenergiegewinnung nicht auch an politisch-wirtschaftlichen Hürden, wie zum Beispiel die zusätzlichen Gebühren die anfallen wenn ich überflüssigen Strom ins Netz einspeisen muss? Was kann man dagegen tun?
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BeitragVerfasst am: Do 19. Jun. 2008; 18:34 Antworten mit Zitat
Lionel
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Beiträge: 638
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gonethou hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Geothermie


Kann es sein dass mit Geothermie die sogenannten "Wärmepumpen" gemeint sind. Ich kenne das nur unter dem Begriff. Das ist doch an strenge Richtlinien geknüpft in punkto Umweltverträglichkeit, usw... Was wenn ein Haus abgerissen wird? Dann muss dieses Ding, das in der Erde steckt ja gleich mit abgerissen werden, ich halte das für bedenklich und sicherlich nicht praktikabel für eine große Masse, da es ja nur wenigen vorbehalten bleibt so eine Anlage zu installieren. Und man denke mal an Chile, Iran oder China die allesamt an einer Bruchlinie von zwei Erdplatten liegen. Da ist es vielleicht nicht zielführend ein Loch in die Erde zu bohren, wenn es auch schon ohne Lochbohren alle paar Jahren heftig rüttelt und das ganze schon in der Schweiz zu kleineren Erdbeben führt.

ad Kernfusion.

Ist die Kernfusionsbombe nicht um ein Vielfaches gefährlicher als die A-Bombe? Gut, dass ich mein Leben schon gelebt haben werde, wenn Kernfusion genauso zur Wohlfahrt/Tod wird.

ad Solarzellen.

Und um wieviel günstiger sind momentan Dünnschichtzellen gegenüber konventionellen Zellen? Was kostet so ein Laufmeter Dünnschichtzelle?
Liegt das Problem bei der aktiven Solarenergiegewinnung nicht auch an politisch-wirtschaftlichen Hürden, wie zum Beispiel die zusätzlichen Gebühren die anfallen wenn ich überflüssigen Strom ins Netz einspeisen muss? Was kann man dagegen tun?


Geothermie wäre eine Wärmepumpe im grossen Stil. Da wird die Wärme nicht zum Heizen sondern zur Energiegewinnung verwendet. Deine Umweltbedenken teile ich nicht. Ein Rohr, durch welches Wasser in und aus dem Boden fliesst ist um einiges umweltverträglicher als die vielen Ölbrenner. Erdbebengefahr mal ausgeschlossen.

Eine Kernfusionsbombe bzw. Wasserstoffbombe benötigt für die Zündung einen "konventionellen" Atomsprengkopf. Das Risiko, dass die benötigten Bestandteile einer Kernfusionsbombe zusammenbringen könnte, schätze ich als äusserst gering ein.

Wenn die Kernfusion tatsächlich funktionieren würde, hätten wir eines der grössten Probleme der Menschheit gelöst. Hoffentlich klappen die Versuche mit ITER!

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BeitragVerfasst am: Do 19. Jun. 2008; 19:09 Antworten mit Zitat
Aremonus
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Also eine Wärmepumpe ist nun wirklich gänzlich unbedenklich, was Umweltverträglichkeit anbelangt. Wenn man das Teil abreissen will, entleert man das Sondierrohr, zieht es heraus und verschliesst das Loch wieder - die Kosten dafür sind gering. Konventionelle Wärmepumpen im Haushaltsstil führen auch niemals zu Erdbeben.

Geothermie ist was anderes: Während bei einer Wärmepumpe das Wasser im Primärkreislauf nur auf vielleicht 20° Cerwärmt und von der Pumpe um vielleicht 15°C abgekühlt wird, bohrt man hier viel tiefer - im Falle Basel 5Km bis zum Übergang Erdkruste - Erdmantel (=Mohorovicicdiskontinuität). Hier ist es mehrere 100 °C heiss und das Wasser verdampft sofort. Die Idee ist nun, dass dieser Dampf durch ein zweites Loch herausgepresst und zur Stromerzeugung genutzt werden könnte. Doch das Problem ist, dass ein derart viel grösserer Druck in dieser Tiefe zu Erdbeben führen kann und tut. Von der Umwältverträglichkeit her ist diese Methode jedoch sonst unbedenklich, es ist ja nur Wasser und der Rest ist gleich wie in jedem Wärmekraftwerk, ob AKW oder Gas.

Kernfusion muss - wie bereits gesagt - extrem Aufwendig aufrecht erhalten werden, sonst erlischt das Plasma und die Kettenreaktion bricht sofort ab. Kernfusion ist also viel, viel sicherer als Kernspaltung und der Brennstoff ist überall vorhanden - Deuterium ist schwerer Wasserstoff, also in normalem Wasser enthalten (oder kann angereichert werden). Das Problem ist nur: das ganze ist auch viel viel aufwändiger und komplizierter.

Wenn ich dir auch Deuterium und Tritium gäbe, könntest du damit noch lange keine Fusionsbombe bauen - die Technologie dazu ist sehr kompliziert und du brauchtst rundherum eine konventionelle Atombombe und darum herum widerum eine normale Bombe. Die Sprengsätze rund um den Atomsprengsatz muss hier im milisekundenbereich simultan gezündet werden und sehr gleichmässig explodieren, dass man genügend lange die Suppe komprimieren kann, so dass ein genügend grosser Druck entsteht, um den Kernfusionssatz zu zünden. Das wird nicht einfach für Otto-normal-terrorist...

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BeitragVerfasst am: Do 19. Jun. 2008; 23:08 Antworten mit Zitat
Alex
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Zitat:
Das wird nicht einfach für Otto-normal-terrorist...

Laughing
Willkommen in den Zeiten eines Otto-normal-terroristen... Laughing


Gruß,
Alex

P.S.: Deutschlaaaand! Schalalalaaaaaaa, schalalalalalaaaaa...
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BeitragVerfasst am: Fr 20. Jun. 2008; 00:32 Antworten mit Zitat
gonethou
Yetijäger
Anmeldungsdatum: 21.04.2008
Beiträge: 124




Jaja, die Touris.
Eh Terris!

OT: Klar, wieder mal mit mehr Glück als Verstand Very Happy
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